Rückblick in die Geschichte

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vor der Erbauung dieses Schlosses zu wagen.

Nach den Wirren des 30-jährigen Krieges (1618-1648) und denen des französischen/pfälzischen Erbfolgekrieges (1688-1697) und des spanischen Erbfolgekrieges (1701-1714) waren weite Landstriche verwüstet und viele Dörfer vollkommen entvölkert, so auch das Wilensteiner Land, zu dem Trippstadt mit seiner nunmehr zerstörten Burg Wilenstein gehörte. Mit Ein-Wanderern aus der heutigen Schweiz, aus Tirol, aber auch aus Frankreich und den Niederlanden versuchte man, die „verbrannte Erde" zu reparieren.

 So wurde im Jahre 1716 vom damaligen Kurfürsten Johann Wilhelm von der Pfalz Ludwig Anton Freiherr von Hacke (fälschlicherweise auch Haake oder Haacke geschrieben) als Obristjägermeister mit dem sog. Falkensteiner Anteil des Wilensteiner Amtes erblich belehnt. Ein paar Jahre später kaufte er den kleineren Flersheimer (später „Flörsheimer") Teil des Amtes Wilenstein dazu.

Somit war das Wilensteiner Lehen wieder in einer Hand vereinigt und eine gesunde Grundlage geschaffen, als nach dessen Tod im Jahre 1752 sein erstgeborener Sohn Franz Carl Joseph Freiherr von Hacke dieses Erbe übernahm und zwei Jahre später zum Obristjägermeister ernannt wurde und zugleich die Stelle als Obristforstmeister u.a. für dieses Territorium versah, zumal er forstlich und jagdlich bestens ausgebildet war. Er war wohl der rührigste und bedeutendste der drei in Trippstadt regierenden Generationen derer von Hacke.

Teils um ihre landesherrliche Stellung in ihrem Trippstadter Amt auch nach außen sichtbar zu bekunden, teils aber auch aus wohl ausschlaggebenden Gründen, um für sich und ihre Familie eine Erholungsstätte in der Einsamkeit des Pfälzerwaldes vom hektischen Treiben bei Hofe - inzwischen unter dem letzten Kurfürsten der Pfalz Carl Theodor in Mannheim - zu schaffen, ging das freiherrliche Ehepaar Franz Carl Joseph Freiherr von Hacke und seine Gemahlin Amöna Maria Caroline geb. Freiin von Sturmfeder 1764 an die Planung und Erbauung des Schlosses.

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