"Spurensuche"

Kultur- und Forstgeschichte

im Johanniskreuzer Wald

 

"Wir wollen das Verborgene sichtbar machen" Burkhard Steckel

 

Vor knapp vier Jahren entstand im Forstamt Johanniskreuz bei Trippstadt die Idee „Spurensuche“ ein Netz forst- und kulturgeschichtlicher Wanderwege. Ziel ist es, "Verstecktes offenkundig zu machen", so Forstamtsleiter  Burkhard Steckel.

Vier Strecken wurden ausgedruckt. Am Nachmittag des 7. September 2001 wurde die letzte offiziell eingeweiht.

Die ersten beiden Wege sind seit Oktober 1999 fertig, der dritte seit Herbst 2000. Die Wege führen in alle Ecken des 78 Quadratkilometer großen Areals des Forstamts, das in den Landkreisen Kaiserslautern, Südwestpfalz und Bad Dürkheim liegt. Zu jedem Weg ist ein Faltblatt erschienen, das die Stationen beschreibt. Im Wald finden sich nur kleine Täfe1chen mit dem Wort „Spurensuche“ und einer farblich passenden Nummer: Der erste Weg ist gelb, der zweite rot, der dritte blau und der vierte grün. „Wir wollten den Wald nicht mit Schildern zupflastern“, so Burkhard Steckel. Foto: privat

Die ersten drei Wege starten alle am Johanniskreuz, nach dem auch Forstamt und Annexe benannt sind.

Der gelbe‘ Rundweg führt nach Südwesten und hat 21 Stationen. Mit dem Abstecher zur Amseldell,

 einer früheren Parkanlage, ist er 21 Kilometer lang. Der rote Rundweg mit 21 Stationen Richtung Südosten hat 14 Kilo­meter. Ebenfalls 21 Stationen hat der blaue, 19,5 Kilometer lange Rund­weg‘ der nach Nordosten über Speyerbrunn führt. Mit dem Abstecher zum Trippstadter Schloss ist der grüne Weg nach Nordwesten 22 Station und 19 Kilometer lang, ohne 16,5 Kilometer.

Die vier Wanderpläne mit zahlreichen Fotos sind gegen eine Schutzgebühr von einer Mark erhältlich Montag bis Donnerstag von 7 bis 16 Uhr, Freitag von 7 bis 14 Uhr im Forstamt Johanniskreuz, .Telefon 06306/92100 und bei der Tourist-Info, Hauptstraße 26, Trippstadt, Telefon 06306/341 Auch die Gastronomie in Johanniskreuz, Elmstein und Trippstadt verkauft die Broschüren.

 

 

 

                                                              Interview mit Herrn Burkhard Steckel / Susanne Schütz

GIBT ES

KURIOSES?

           >  Die Idee zur „Spurensuche" im 7800 Hektar großen Waldgebiet des Forstamts Johanniskreuz       hatten Revierleiter Hubert Zintl und Forstamtsleiter Burkhard Steckel.“.

 

Welcher der vier Wege eignet sich am besten für Einsteiger?

Da würde ich zunächst den kürzesten Weg empfehlen, den roten. Oder den ersten Weg, der zwar lang ist, aber besonders schön. Wer nicht viel steigen will, kann auch den dritten, blauen Weg nehmen. Er hat wenig Höhenunterschiede.

 

Wen wollen Sie insbesondere anlocken?

Natürlich Touristen, aber auch Schulen und alle, die heimatkundlich interessiert sind. Wir wollen mit den knappen lnfos neugierig auf mehr machen.

 

Haben Sie eine persönliche Lieblingsstelle auf den Wegen?

Ich wandere sehr gern, mag alle Wege. Mein Lieblingsplatz ist aber der Eschkopfturm, von hier hat man einen wunderbaren Ausblick.

 

Gibt es Kurioses zu entdecken?

Das Kuriose ist oft das, was man nicht mehr direkt sieht. In der Kurz-Dell, wo heute Verebnungen sind, gab es große Kohlenmeiler. Verschwunden ist auch ein ganzer Weiher. Eine französische Karte von 1800 belegt: Zwischen Weiherfelderhof und Zufahrt zum Aschbacherhof lag früher ein »Pfalzwoog“.

 

 

      Der Eschkopfturm

 

Links: Am Burgalbsprung am "gelben"(1) Weg und Lärche am "Grünen"(4) Weg

Fotos (View) und Text ( Susanne Schütz) Die Rheinpfalz - Familie und Gesellschaft 8.September 2001     Index

Hubert Zintl Anfahrtsskizze