"Wassertunnel", oder
" Trippstadter Brunnenstollen "?


Diese Überschriften beweisen uns, daß man im "Kranz der Wälder" bereits einiges über diese Anlage und deren Wiederentdeckung (1976 durch Herrn Krämer) veröffentlicht hat.

An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, daß wir bis heute als einzige Hilfe nur die Aufzeichnungen von Polizeiwachtmeister Paul Kallenbach (Vater des verstorbenen Prof. Kallenbach) hatten. Herr Kallenbach hat den genauen Verlauf der Leitungen gemeinsam mit der Wasserversorgungsanlage auf einem handgezeichneten Plan festgehalten. "Gemäß unserer Forschungsergebnisse kann ich schon jetzt unterstellen, dass sogar diese Karte mit Bestimmtheit vom SIGMUND JAKOB HAECKHER gezeichnet worden war."  Aus der  Hacke `schen Zeit ist leider keine Literatur über diese Anlage vorhanden.

Ich habe diese begehbare Wasserleitung (am Judenhübel oberhalb des Wohnstiftes/Quellbachtal), die "Trippstadter Unterwelt", im Okt. 1991 bei einer Begehung kennengelernt. Diese Begehung bedeutete für mich als Techniker (Spezialgebiet allgemeine Wasserwirtschaft) Liebe auf den ersten Blick zu diesem ingenieurtechnischen Kulturbauwerk und weckte in mir ein großes Interesse noch mehr über das Bauwerk zu erfahren.


Es bildete sich dann schnell ein Forschungsteam mit folgenden Personen :

Professor Dr. Wolfgang Dachroth vom Geologischen Institut der Universität Heidelberg (Spezialgebiet: Hydrologie des Pfälzer Buntsandstein), der zudem spezielle Erfahrungen mit historischen Wassergewinnungsanlagen besitzt.
Herr Dipl.-Ing. Dr. Robert Rosenthal, der geotechnische und bautechnische Punkte untersuchen konnte.
Herr Dipl.-Ing. Rainer Welsch, der ein Fachmann auf dem Gebiet der Vermessung ist.

Eigenartige Klüftlöcher parallel zu den Buntsandsteinschichten. 

Auch wurden wir bei unserer Arbeit von den Heimatkundlern des Fremdenverkehrsvereins und der Gemeinde Trippstadt unterstützt.

Bei unzähligen Begehungen in der "Trippstadter Unterwelt" stießen wir immer wieder auf bis dahin unentdeckte Kleinigkeiten . Alle Arbeiten waren mit einem großen Zeitaufwand verbunden: - Herr Prof. Dachroth und Dipl.-Ing. Dr. Rosenthal haben mind. 60 Std., - Herr Dipl.-Ing. Welsch für die Vermessung 40 Std. und ich habe allein mehr als 300 Std. in dieser Anlage verbracht.

                       Dieses Gerät wurde bei den Vermessungsarbeiten des Tunnelbauwerkes eingesetzt

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